Tipps für Deinen Einkauf
Schlägel - Kaufberatung

Welchen Style spielst Du?

Rio Style

Beim Rio Style hängt die Surdo an einem Schultergurt mit 1 Haken in leicht geneigter Spielposition neben dem Körper. Deshalb spielt man alle 3 Surdostimmen mit jeweils nur 1 Schlägel. Da die Surdos beim Rio Style traditionell mit Naturfellen gespielt werden, nimmt man relativ harte Schlägel mit vergleichsweise kurzem Schaft.

Neuerdings werden in Rio für die Terceira zum Teil auch 2 Schlägel verwendet. Die Position der Surdo bleibt wie gewohnt leicht schräg.

Samba Reggae

Beim Samba Reggae und den anderen Bahia Styles wird die Surdo an einem Hüftgurt getragen, das heißt, sie hängt in gerader Position vor dem Körper. Man kann alle 3 Surdostimmen mit 1-2 Schlägeln spielen.

Maracatu

Maracatu wird mit einer ganz eigenen Technik gespielt, deswegen gibt es hierfür auch ganz spezielle Schlägel. Sie sind nicht gepolstert und aus Hartholz, das gibt den typischen Donnerklang auf den mit Naturfellen bespannten Alfaias. Die Schlägel gibt´s einzeln oder als ungleiches Paar - der dickere Maçaneta und der dünnere Bacalhão. Die Form ist immer ähnlich schlicht, technikbedingt gibt es hier nicht so viele Kriterien.

Forró

Für das Spiel auf der Zabumba benötigt man einen gepolsterten Schlägel und eine Gerte. Mit dem Bacalhão, der dünnen Gerte aus Holz oder Kunststoff, schlägt man flach auf das Fell der Trommelunterseite und bekommt so für die Contrarhythmen einen scharfen, hoch klingenden Ton. Mit dem Schlägel erzeugt man auf dem oberen Fell die typischen Patterns und Variationen.

Welche Stimme spielst du?

Rio Samba

Surdo 1+2 (Surdo de primeira und Surdo de segunda, die tiefen Ecken): gängig sind große Hartholzschlägel mit geringer Polsterung, also mit hartem Kopf. Damit kommt der Bass der Naturfelle gut zur Geltung. Für Kunststoff- und Korinofelle sind diese Schlägel nicht geeignet!

Surdo 3 (Terceira, die hohe Zwischenstimme): üblich sind möglichst kurze Hartholzschlägel mit ebenfalls geringer Polsterung, damit man für schnelles Zwischenspiel den Rebound optimal nutzen kann. Auch hier ist der Kopf hart, weswegen der Beater gut auf Naturfellen klingt, nicht aber für Kunststoff- und Korinofelle geeignet ist.

Samba Reggae & Bahia Styles

Fundos 1+2 (die tiefen Ecken): üblich sind langschaftige Holz- oder Aluschlägel mit reichlich Polsterung. Damit kommt der Bass der Kunststoff- bzw. Korinofelle gut zur Geltung.

Dobras (die höhere 3. und hohe 4. Stimme beim Samba Reggae): typischerweise spielt man mit jeweils 2 Schlägeln aus Holz oder Alu, etwas weniger Polsterung ist praktisch für schnelle Roller und knackige Breaks.

Im Allgemeinen werden für die tiefen Surdos größere, für die hohen Surdos kleinere Schlägelköpfe benutzt. Das erzeugt einen schöneren Klang und hat auch spieltechnische Hintergründe. Im Idealfall findest Du eine ausgewogene Balance zwischen Schlägelkopf und -schaft in guter Proportion zu dem Stil und dem Instrument, das Du spielst.

Für Nappa- / Korinofelle

Nappa- /Korinofelle sind mehrlagige Kunststoffschichten: über ein Nylonfell ist ein Kunstleder gespannt. Diese Konstruktion reagiert recht empfindlich auf zu harte Schlägel. Ein zu harter Schlägelkopf beult die oberste Schicht aus, sie liegt dann nicht mehr eben auf der unteren Schicht auf und kann so keinen gleichmäßigen Ton erzeugen, das Fell geht kaputt. Deswegen empfehlen wir, für Korinofelle nur weiche oder mittelharte, jedoch immer gut gepolsterte Schlägel zu verwenden.

Welches Material?

Es gibt Schlägel aus den verschiedensten Holzarten oder aus Aluminium.

Wir bieten die klassischen Hartholzarten wie American Hickory oder Esche an, die besonders robust und in den meisten Fällen für Rimshots und Showelemente geeignet sind. Dafür wiegen sie etwas mehr als zum Beispiel das leichtere brasilianische Marupá Holz, das weich und angenehm in der Hand liegt, dafür aber nicht so widerstandsfähig ist. Aluminium ist sehr langlebig und leicht, außerdem liegt es durch den rutschfesten Elastomergriff gut in der Hand und ist für Wurf- und andere Showelemente gut gewichtet. Deine persönlichen Vorlieben spielen hier sicherlich auch eine Rolle. Hast Du lieber Holz in der Hand oder bevorzugst Du den Elastomer-Grip?

Rimshots, Stick auf Stick und Showelemente

Wenn Du Rimshots und Showelemente, bei denen man die Sticks aneinander schlägt machen möchtest, ist unser D20 Aluschlägel aus dickerem Alurohr dafür wie geschaffen. Wer beim Aufeinanderschlagen der Sticks den wärmeren aber leiseren Holzsound bevorzugt, hält sich an die Hartholzschlägel.
Das weiche Marupá Holz ist für solche Einlagen nicht geeignet.
Wenn Du jedoch mit Gespür spielst, kannst Du im Prinzip jeden Stick für Rimshots und Aneinanderklicken benutzen. Wenn Du mit harten Materialien wie Hartholz oder Alu zu fest spielst, machst Du Deine Surdo kaputt.
Für Wurfelemente ist eine gute Gewichtung der Schlägel Voraussetzung. Zu kurze oder zu leichte Schlägel eignen sich dafür weniger.

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