Berimbau - Tipps und Tricks, Techniken und allgemeine Infos

Berimbau - die richtige Aussprache

Tipps und Tricks

Pflege 

Um ein langes Leben des Berimbau Stabes zu ermöglichen ist es notwendig nach dem Spielen das Berimbau wieder zu entspannen, also die Saite wieder zu lösen. Dieser Aufwand, obwohl er die Lebensdauer des Stabes deutlich verlängert, wird von vielen als lästig empfunden, da das Spannen des Berimbaus für den ungeübten  außer Geschicklichkeit auch etwas Kraft erfordert. Wer einmal Routine  und Übung im Spannen der Saite gewonnen hat, erledigt diesen Vorgang mit wenigen Handgriffen in kürzester Zeit.

Spielen

Funktion in der Gruppe 

Im Kampftanz Capoeira ist das Berimbau das führende Instrument. Durch Wahl der Rhythmen und die Spielgeschwindigkeit bestimmt der Berimbauspieler den Ablauf in der Runde der Capoeiristas. Atabaque, Pandeiro und Agogo folgen dem Berimbau. Im Zusammenspiel der drei Berimbaus Gunga, Médio und Viola übernimmt die Gunga meist die Führung, die hoch gestimmte Viola hat die Möglichkeit zur Improvisation.

Früher, als Capoeira noch verboten war, wurde mit dem spielen des Rhythmus` Cavalaria das Nahen der Polizei angekündigt.

Techniken 

Das Berimbau wird bei angewinkeltem Arm mit der schwächeren Hand, also meist der linken, senkrecht vor dem Körper gehalten. Dabei umfassen Zeige- und Ringfinger den Stab oberhalb der Kalebasse, der kleine Finger hängt sich unter die Schnur, die Kalebasse und Saite verbindet.

Für die Tonbildung ist es entscheidend an welcher Stelle der Stick auf die Saite trifft. Trifft man die Saite knapp oberhalb der Schnur mit der die Kalebasse mit der Saite verbunden ist, oder bei gedrücktem Stein knapp oberhalb des Steins, erklingt ein klarer, voller Ton

Für die Erzeugung des Schnarrtons lockert man den Griff mit Daumen und Zeigefinger, sodass der Dobrao entspannt gehalten nur ganz leicht an der Saite anliegt. Wird jetzt die Saite angeschlagen erklingt ein kräftiger Schnarrton. Der am schwierigsten zu erzielende Klang ist der Schnarrton ohne angeschlagene Saite. Um diesen Klang zu erzeugen lockert man den Druck des Dobrao auf die schwingende Saite und bleibt kurz in einer Position in der der Dobrao noch leicht die Saite berührt.. Außer den zwei Tönen tief und hoch und den beiden Schnarrtönen, gibt es noch eine Reihe von Effektklängen, wie den Schlag auf das untere, kurze Ende der Saite, sowie Schläge auf das Holz des Bogens oder die Kalebasse. Dazu kommt der Klang des Caxixis, ohne mit dem Stab die Saite anzuschlagen.

Eine zusätzliche Option zur Veränderung des Klanges hat man durch das Öffnen und Schließen der Kalebassenöffnung. Dazu wird das Berimbau mit der Kalebasse auf Bauchhöhe zum Körper in einer horizontalen Bewegung hin- oder weggeführt. Verharrt die Kalebasse mit verschlossener Öffnung auf dem Körper so erklingt der Ton gedämpft, die Kalebasse weit weg vom Körper gehalten entströmt der Öffnung der verstärkte Klang der Saite. Durch rasches hin und her bewegen des Berimbaus vom und zum Körper erzielt man einen dem WahWah Effekt einer elektrischen Gitarre ähnlichen Sound.

Patterns

Angola